Arnsberg T-City: Serie: Arnsberg 2012 – Der Schüler (Folge 5)

Arnsberg T-City: Eine ganze Stadt gewinnt (openPR) - „Zai jian – Bye – Tschüß.“ Marc Vollmer verabschiedet sich von seinen Mitschülern, schwingt sich auf’s Fahrrad und prescht davon. Der Chinesisch-Intensivkurs hat heute wieder mal länger gedauert, jetzt muss er kräftig in die Pedale treten, damit er pünktlich um drei Uhr zur Mathe-Stunde im Laurentianum ist. Marc besucht die zwölfte Klasse des Arnsberger Gymnasiums, aber er lebt Tausende von Kilometer entfernt von seiner Heimatstadt. Als sein Vater das Angebot bekam, beruflich für ein Jahr nach China zu gehen, war Marc sofort dabei. Das ‚Reich der Mitte’ hat ihn schon immer interessiert, außerdem hatte er sich schon die ersten Sprachkenntnisse in der Mandarin AG seines Gymnasium erworben. Nun wohnt der Siebzehnjährige seit fast einem Jahr mit seinem Vater in Peking, und dreimal wöchentlich führt ihn sein Schulweg direkt über die Datenautobahn nach Arnsberg. Dort ist es jetzt acht Uhr morgens – im Laurentianum beginnt der Unterricht für die Klasse 12b. Die Schüler und der Lehrer sitzen im Halbkreis vor einem transparenten Monitor, links oben auf dem Großbildschirm taucht Marc im Live-Fenster auf: „Guten morgen und sorry für die Verspätung.“ Heute geht es um einige komplizierte Formeln und Marc hört den drei Mitschülern, die den Unterricht moderieren, konzentriert zu. Auf seinem Monitor in der Pekinger Wohnung hat er die gesamte Klasse im Blick, ab und zu blenden die Unterrichtsmoderatoren Zahlenreihen ein, dazu noch eine dreidimensionale Grafik und das Video einer Versuchsanordnung, das sie tags zuvor im Physikraum aufgezeichnet haben. Nach einer Diskussion zwischen den Schülern, an der sich auch Marc lebhaft beteiligt, haben offenbar alle die Formeln verstanden. Der Lehrer bedankt sich für das Interesse und blendet den Unterrichtsplan für die nächsten Tage ein. „Marc und Giovanna, ihr moderiert, wie ich sehe, übermorgen. Logarithmusfunktion. Lasst euch was Spannendes einfallen.“ Die beiden verabreden sich für den nächsten Tag im virtuellen Klassenzimmer, dann geht es für Marc weiter mit Biologie und Deutsch. Die Spanisch-Stunde wird er sich morgen früh als Aufzeichnung anschauen, denn jetzt ist es Zeit für das Abendessen. Sein Vater erinnert ihn daran, dass sie danach noch eine gemeinsame Videokonferenz mit Marcs Abitur-Mentorin haben, einer Lehrerin des Gymnasiums, die sich speziell um die Beratung von Tele-Schülern und deren Eltern kümmert. Herr Vollmer hat den Eindruck, dass sich sein Sohn noch nicht ernsthaft genug auf die Prüfungen vorbereitet hat und möchte die Meinung der Mentorin hören, aber die kann ihn beruhigen: „Marc hat seine eigenen Lernziele bisher alle erreicht, er hat seinen Leistungsstand schon in einige Online-Tests überprüft und nimmt regelmäßig an der virtuellen Arbeitsgruppe ‚Abi für Tele-Schüler’ teil. Also kein Grund zur Sorge, es sind ja auch noch einige Wochen bis zur ersten Prüfung.“ Pünktlich zum Abitur werden die Vollmers wieder zurück in Arnsberg sein und Marc freut sich besonders darauf, dass er dann endlich wieder real mit seiner Band zusammenspielen kann. Heute Nacht wird er sie im virtuellen Proberaum treffen und ein Stück aufzeichnen, dass sie schon lange geprobt haben. Er setzt sich ans Keyboard und übt noch ein bisschen.

Am nächsten morgen kann Marc ausschlafen – heute ist kein Sprachkurs in Peking und auch kein Live-Unterricht in Arnsberg. Nach dem Frühstück trifft er einen chinesischen Freund zum gemeinsamen Lauftraining um an seiner Kondition für das Sportabi zu arbeiten. Dann ist es Zeit für die Vorbereitung der nächsten Mathestunde. Als sich Marc ins virtuelle Klassenzimmer klickt, ist Giovanna schon da. Sie hat einen befreundeten Mathematikprofessor zugeschaltet und dessen Erklärungen für die morgige Unterrichtsstunde als Video aufgezeichnet. Der Professor will sich morgen sogar live in den Unterricht zuschalten um Fragen zu beantworten. Nach einigen Recherchen in der digitalen Bücherei beschließen Marc und Giovanna, die Logarithmusfunktion am Beispiel des Wachstums eines Schneckenhauses darzustellen. Eine Videoanimation dazu findet sich rasch in der digitalen Mediathek. Jetzt muss die Datei mit den gesammelten Unterrichtsvorbereitungen nur noch im Klassenfach auf dem Schulserver (Zentralrechner) abgelegt werden, von dort können sie die Daten morgen direkt auf den Klassenzimmer-Monitor holen. Marc bleibt noch eine Weile in den virtuellen Räumen seiner Schule. Er schaut sich die Spanischstunde von gestern an, trainiert die neue Grammatik im interaktiven Hausaufgaben-Check und geht noch einmal in die digitale Bibliothek, um sich einige Texte zur Molekulargenetik auf seinen Rechner zu laden. Über diese Lerneinheit will Marc demnächst noch einen Online-Test machen, auf Anraten seine Mentorin. „Hey Marc, hast du kurz Zeit?“ Ein ehemaliger Mitschüler aus der Chinesisch-AG des Laurentianum meldet sich auf dem Monitor. Er möchte wissen, wie man einen Satz aus dem Mandarin-Lehrbuch richtig ausspricht. Da kann Marc ihm natürlich weiterhelfen.
Er beherrscht die Sprache inzwischen so gut, dass er mit einigen chinesischen Freunden einen multimedialen Grundkurs in Mandarin zusammengestellt hat, der auf dem Arnsberger Bildungsserver abgerufen werden kann. Nicht nur Schüler interessieren sich dafür, sondern auch einige Unternehmen seiner Heimatstadt. Mit einer dieser Firmen hat Marc übrigens demnächst einen Online-Bewerbungstermin. Nach dem Abitur möchte er für einige Zeit dort arbeiten. Das Unternehmen will bald eine Niederlassung in China eröffnen und Marc könnte sich gut vorstellen, mit dabei zu sein. Aber jetzt schaut er sich seinen potenziellen Arbeitgeber erst mal etwas näher an. Er meldet sich am Infoportal der virtuellen Stadt Arnsberg an, fragt nach der Firma StellaX und sammelt bei einem Rundgang durch die interaktiven Firmenräume Informationen für sein Vorstellungsgespräch. Mehr über die Firma StellaX und den vernetzten Wirtschaftsraum Arnsberg gibt es in der nächsten Folge und unter www.arnsberg.de/t-city

Wolfgang Mattern
Mattern Consult GmbH

Arnsberg T-City: Eine ganze Stadt gewinnt

Das Arnsberger T-City-Kompetenzteam
Dipl.-Ing. Wolfgang Mattern
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Arnsberg nimmt mit seinem Kompetenzteam am Wettbewerb der Deutschen Telekom AG "T-City" teil und befindet sich in der Finalrunde. Der Wettbewerb endet am 21.02.2007.



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